N. B. Cullan
Geschichten beginnen selten dort, wo wir sie vermuten.
Meine Geschichte als Autorin
Geschichten haben mich schon immer begleitet.
Lange bevor ich daran dachte, einen Roman zu schreiben, interessierten mich Menschen. Warum sie handeln, wie sie handeln. Warum manche Begegnungen unser Leben verändern und andere wieder verschwinden.
Beruflich arbeite ich seit vielen Jahren im medizinischen Bereich und beschäftige mich zusätzlich mit Psychologie und Gestalttherapie.
Dort begegnet man täglich Lebensgeschichten.
Geschichten von Hoffnung, Verlust, Mut, Neuanfängen und den kleinen Dingen, die oft mehr über einen Menschen erzählen als große Worte.
Irgendwann wurde aus diesen Beobachtungen ein Manuskript.
Und aus einem Manuskript ein Roman.
Nicht aus dem Wunsch, Autorin zu werden.
Sondern aus dem Wunsch zu verstehen.

Warum ich schreibe
Mich faszinieren Menschen, Erinnerungen und die Bedeutung, die wir ihnen geben.
Vor allem aber faszinieren mich Sätze.
Sätze, die man hört und glaubt verstanden zu haben.
Nicht, weil man sie missverstanden hätte.
Sondern weil man zunächst nur ihre wörtliche Bedeutung erkennt.
Und Jahre später plötzlich feststellt, dass darin noch etwas anderes verborgen war.
Ein weiterer Gedanke.
Eine andere Perspektive.
Eine Bedeutung, die damals noch nicht sichtbar war.
Mich interessieren Widersprüche.
Die Unterschiede zwischen dem, was Menschen sagen, fühlen und tun.
Die beiläufigen Bemerkungen, die zunächst unbedeutend wirken und Jahre später plötzlich Sinn ergeben.
Schreiben ist für mich deshalb nicht nur Erzählen.
Es ist auch eine Form des Verstehens.
Auf Papier lassen sich Gedanken oft besser betrachten als im Kopf. Man kann sie auseinandernehmen, Zusammenhänge erkennen und Fragen verfolgen, auf die es früher noch keine Antwort gab.
Vielleicht schreibe ich deshalb keine Geschichten über perfekte Menschen.
Sondern über Begegnungen, die innerlich berühren.
Über Menschen, die zweifeln, hoffen, sich widersprechen und Jahre später manches anders sehen als damals.
Denn oft verändert sich nicht die Vergangenheit.
Sondern unser Blick auf sie.
Warum Ewige Zweifel
Manche Bücher beginnen mit einer Idee.
Ewige Zweifel begann mit Fragen.
Mit Erinnerungen, die nicht verschwanden.
Mit Gesprächen, die Jahre später plötzlich anders klangen als damals.
Mit Widersprüchen, die sich nie ganz auflösen ließen.
Je länger ich mich mit diesen Erinnerungen beschäftigte, desto deutlicher wurde mir, dass sich die Vergangenheit nicht verändert.
Aber die Bedeutung, die wir ihr geben.
So entstand nach und nach eine Geschichte über Nähe, Verlust, Erinnerung und die Frage, warum manche Menschen uns noch begleiten, lange nachdem sie gegangen sind.


Zwischen Praxis, Psychologie und Schreiben
Heute lebe ich im Ruhrgebiet und schreibe zwischen Praxisalltag, Psychologie, Hund, Gartenprojekten und Gedanken, die sich hartnäckig weigern, wieder zu verschwinden.
Menschen faszinieren mich.
Nicht unbedingt, weil sie einfach sind.
Sondern weil sie es meistens nicht sind.
Mich interessieren Widersprüche.
Die Dinge, die nicht zusammenpassen.
Die Fragen, auf die es keine schnelle Antwort gibt.
Und die Momente, in denen Worte und Handlungen scheinbar etwas völlig Unterschiedliches erzählen.
Die meisten Geschichten entstehen bei mir deshalb nicht aus Begegnungen.
Sondern aus Beobachtungen.
Aus Erinnerungen.
Aus Zusammenhängen.
Und aus Sätzen, die einem Jahre später plötzlich wieder einfallen.
Vielleicht beginnen Geschichten genau dort.
Mit dem Gedanken:
Irgendwas ist komisch.
Was kommt als Nächstes?
Nach Ewige Zweifel beschäftigt mich eine ganz andere Geschichte.
Keine Liebesgeschichte.
Sondern die Geschichte eines Menschen, der viele Jahre spürte, dass irgendetwas anders war – ohne zu verstehen, warum.
Ein Mensch, der sich oft fragte, weshalb Gespräche so häufig missverstanden wurden. Warum Regeln, die für andere selbstverständlich schienen, nie ausgesprochen wurden. Warum manche Situationen anstrengend waren, während andere Menschen sie mühelos meisterten.
Viele Jahre lang blieb nur ein Gefühl:
Irgendwas ist komisch.
Nicht an der Welt allein.
Nicht an den anderen.
Und vielleicht auch nicht an einem selbst.
Sondern an der Art, wie beides aufeinandertrifft.
Dieses Buch soll keine wissenschaftliche Abhandlung werden. Es ist die persönliche Geschichte einer langen Suche nach Antworten. Eine Geschichte über Missverständnisse, Überraschungen, Stärken, Umwege und die Erkenntnis, dass manche Fragen erst sehr spät im Leben eine Antwort finden.
Arbeitstitel:
Irgendwas ist komisch.
Die Arbeit an diesem Projekt hat bereits begonnen.
